Endlich bekommt Zürich ein richtiges Openair, auch wenn es in Rümlang draussen stattfindet. Für einen Stadtzürcher ist das ebenso weit weg wie das Openair Gampel oder das Paleo-Festival. Doch die Bands, die das Zürich Openair am Start hat, gehören zum exquisitesten, was der Festival-Sommer zu bieten hat, und locken sogar den härtesten Stadtzürcher in die Agglomeration. Denn wer Placebo vor der Haustüre spielen hat und nicht hingeht, könnte ebenso gut in einer Alphütte wohnen. Das Zürich Openair findet zum ersten Mal auf einer 95'000 Quadratmeter grossen Wiese statt – und hoffentlich nicht zum letzten Mal. Denn das Datum passt: Es konkurrenziert keine der grossen Openairs und könnte in Zukunft der Abschluss des Openair-Sommers sein. Erfahrungsgemäss ist Ende August immer schönes Wetter.
Mando Diao Seit dem 2002 erschienen Debüt-Album «Bring 'Em In» war es klar. Die fünf Schweden wollen ganz hoch hinaus. So hoch, dass man der Band am Anfang Hochnäsigkeit vorwarf, verglichen sie sich doch voller Ernst bereits mit den Stones oder mit The Who. Das war vielleicht ein bisschen früh. Aber nach weiteren vier extrem geilen Scheiben und geschätzten hundert Tourneen werden die Gegenstimmen immer leiser. Dafür das Mädchen-Gekreische immer lauter, wenn Björn und Gustaf in die Saiten dreschen oder sich homoerotisch das Gesangsmikrofon teilen. Da bekommen sogar gestandene Männer weiche Knie. Adam Green Adam Green ist kein Bühnenkasper mehr, kein Antirockstar, sondern inzwischen ein richtig echter. Vom einst schüchternen Adam Green ist nicht mehr viel übrig: Er ist härter, noch depressiver und viel versoffener als früher. Statt eines engen Anzugs mit zu kurzen Ärmeln trägt er heute eine nietenbesetzte Motorradlederjacke auf nackter Haut, Bluejeans, Sneakers und kurze Haare. Dazu säuft er Hektoliter Bier, bis er betrunken auf die Bühne kracht. Ist das jetzt besser? Davon kann man sich persönlich überzeugen.
Ein Wunder! THE PRODIGY live am Zürcher Openair. Diese Nachricht ist für viele wie Weihnachten, Ostern, Züri Fäscht und Streetparade zusammen. The Prodigy (das Wunder, Wunderkind) komplettieren das Programm des 1. Zürcher Openair und werden am Sonntag das grosse Finale bestreiten. Auch die Gerüchte um Wayne Rooneys Lieblingsband Stereophonics sind wahr, sie spielen ebenfalls am Sonntag.
12.06.2010
Um die Vorfreude noch ein ganz klein wenig zu erhöhen, haben wir euch eine schöne YouTube-Playlist gebastelt. Mit Livemitschnitten und Videos unserer Top-Acts. Dazwischen unsere TV-Spots und MTV “all eyez on” Trailer. Zieht`s euch rein!
Anreise mit der OEV Mit den öffentlichen Verkehrsmitteln erreichst Du das Openair am einfachsten. Die Haltestelle heisst Bäuler und ist vom Hauptbahnhof Zürich aus mit dem Tram ohne umsteigen in nur ca. 30 Minuten erreichbar. Während der ganzen Festivaldauer verkehrt die Linie 10 fast durchgehend, in der Nacht wird das Festivalgelände an das ZVV Nachtnetz angeschlossen. Da das Gelände so perfekt mit der Nummer 10 erreichbar ist, haben wir in allen Tickets das gesamte ZVV Netz inklusive Nachtzuschlag integriert.
Übernachtungsmöglichkeiten Statt Camping, Zeltplatz oder Sleeping Zone lieber gratis Unterbringung bei neuen Freunden? Schau auf die Website von unserem Partner belodged.com!