Das härteste Festival geht in die sechste Runde. Auch dieses Jahr blitzen wieder die Stromgitarren und brennen die Höllenfeuer. So hat das Greenfield Festival heuer wieder voll ins Tiefschwarze getroffen. Bei dieser Musik spielt es dann auch keine Rolle mehr, was das Wetter so macht. Hauptsache, der Sound ist laut, dreckig und böse. Auch dieses Mal kommen die Fans von Punk über Hardcore bis zu Heavy Metal auf ihre Kosten. So kommt es inmitten des Berner Oberlandes wieder drei Tage lang zu einem Donnerwetter der ganz besonderen Gangart. Die Stimmung senkt sich nicht einmal, wenn im Berner Oberland wieder einmal ein Sommergewitter aufzieht. Dann verlagert sich das Treiben schlicht in die Festzelte und an den Backstage-Partys im alten Hangar ist schon mancher Rockstar abgestürzt.
Rammstein Die Band ist immer noch Feuer und Flamme, wenn es darum geht, für neuen Zündstoff zu sorgen. Ob es damals war, als sie zu Staatsfeinden von Weissrussland erklärt wurden, oder als die Bundesprüfstelle ihre aktuelle CD «Liebe ist für alle da» auf den Index setzte. Jugendgefährlich seien ihre Botschaften und ebenso die pornografischen Darstellungen auf dem Cover. Es macht die Band traurig, dass Texte über Dinge, die eigentlich alltäglich passieren, so viel Staub aufwirbeln können. Das Sextett weiss sich und seine Dämonen halt künstlerisch perfekt in Szene zu setzen und geht dieses Jahr mit neuen gefährlichen Songs auf Welttournee.
Prodigy Das Wunder oder die Wunderkinder: So nennen sich die drei Engländer von Prodigy. Liam Howlett, DJ und Kopf der Band, kann heute dankbar sein, dass sein Vater ihn gegen seinen Willen zum Klavierunterricht geschickt hat, denn nur deshalb ist er heute in der glücklichen Lage, mit Musik sein Geld zu verdienen. Angst vor der Finanzkrise und sinkenden CD-Verkäufen hat die Band übrigens nicht. Schliesslich sind sie eine bekennende Liveband und das schon seit den 90er-Jahren. Und alt finden sie sich erst recht nicht. Sie fühlen sich nämlich «fucking» jung. Deshalb sind sie dieses Jahr bis September auf Welttournee und machen auch Halt in der Schweiz.
The Hives Gebügelt und gestriegelt präsentieren sich die fünf aus Schweden und bitten in ihren Songs, andere zur Hölle zu gehen. Denn dort herrscht das reine Vergnügen. Ihre Musik verspricht viel Spass und das gönnen sie sich auch selbst und gehen diesen Sommer exklusiv auf Europatour der Festivals. Auf ihrer Website verkünden sie, dass sie im Studio ein paar schöne, böse Songs aufgenommen haben. Vielleicht geben sie uns sogar eine Kostprobe. The Hives machen gute Laune und genau das braucht es ja an einem Openair. Sogar an diesem.
HIM HIM steht für His Infernal Majesty. Die Gothic-Band um Frontmann Ville Valo ist wieder da. Eine Nonne schmückt das neue Cover der CD «Screamworks: Love In The Theory And Practice», die im September erscheint. Ihre Musik bezeichnen sie selber als «Love Metal». Statt Liebe durfte der Frontmann Ville Valo jedoch schon Schläge einstecken. Vor sechs Jahren verprügelte ihn seine Exfreundin, so dass er beinahe seine erste Amerikatour absagen musste: Sie schrie so laut, dass sein Ohr von innen zu bluten begann. Er kam mit einem blauen Auge und einem Riss im Trommelfell davon. Also liebe Fans, nicht zu laut kreischen, wenn HIM auftreten.
Juliette Lewis Achtung! Die «Natural Born Killerin» aus Hollywood kommt. Zu ihren Filmpartnern gehörten bereits Johnny Depp, Leonardo DiCaprio oder Brad Pitt. Letzterer war sogar ihr Freund. Nach so vielen erfolgreichen Filmen gibt sie ihrer Karriere nochmals neuen Auftrieb und rockt die Bühne mit rasanten Verrenkungen. Selten werden Schauspieler auch als Musiker ernst genommen. Sie schafft es, auch dieses Vorurteil zu widerlegen. Foo Fighter Dave Grohl sprang bei einer ihrer Aufnahmen als Drummer spontan ein, was ja so etwas wie ein Gütesiegel ist. Nicht nur deshalb kaufen ihr die meisten den Rockstar ab – wer sie schon live erlebt hat, weiss, was das Girl drauf hat, wenn sie mal von der Leine gelassen wird.
Zeltplatz Zelten auf dem Festivalgelände ist für Besucher kostenlos, Toiletten, Duschen und Shop inklusive.
Besonderes Für Alien-Fans: Der Mistry-Park von Erich von Däniken, gleich neben dem Festival, erhält diesen Sommer noch eine Gnadenfrist vor der endgültigen Schliessung.
Anreise mit dem Zug Tickets inklusive Bahnreise ab einer Schweizer Ortschaft nach Interlaken Ost und zurück, Shuttlebus zum Festivalgelände und Camping.
Anreise mit dem Auto Genauer Anreiseplan findest Du auf der Website der Veranstaltung.
Übernachtungsmöglichkeiten Statt Camping, Zeltplatz oder Sleeping Zone lieber gratis Unterbringung bei neuen Freunden? Schau auf die Website von unserem Partner belodged.com!