Gleich vier Bands, die dieses Jahr im Sittertobel auftreten werden, haben es auf die Titelseite des englischen Musikmagazins NME geschafft: LCD Soundsystem! Kasabian! The Strokes! und Biffy Clyro!. Bei so vielen Ausrufezeichen sollte allen klar sein, dass man dieses Jahr hingehen muss. Das Openair St. Gallen klopft zu Recht auf die Schulter. Das Line-up ist so heiss, dass es wie ein Lava-Teppich durch das Naturschutzgebiet im Sittertobel fliesst. Die Aschewolke darüber kommt allerdings von den vielen Lagerfeuern, welche die Atmosphäre im Sittertobel immer noch einzigartig machen.
The Strokes Sie sind die Retter des Gitarrensounds: The Strokes aus New York haben die Musikszene nochmals richtig aufgewirbelt und den Engländern das Fürchten beigebracht. Der Vater von Frontman Julian Casablancas war übrigens Gründer der internationalen Modelagentur Elite und natürlich war seine Mutter ein dänisches Model. Weil er als Junge oft betrunken war, schickte ihn sein Vater in ein Schweizer Internat. Aber auch der Gitarrist Albert Hammond Jr. kommt nicht von schlechten Eltern. Sein Vater Albert Hammond landete 1970 mit «It Never Rains In Southern California» einen Welthit. Nach vier langen Jahren beglücken The Strokes nun endlich wieder die Schweiz. Und sowieso ist es das erste Mal, dass die Band nach vier Jahren wieder auf der Bühne steht. Oft ist es der Sänger, der an einem Soloalbum herumtüftelt. Diesmal waren es alle Bandmitglieder, die eines herausgebracht haben. Weil sie zusammen unschlagbar sind, freuen wir uns umso mehr auf ihren einzigen gemeinsamen Gig in der Schweiz.
Kasabian Ihre Musik lässt das Blut kochen, das Adrenalin steigen, bis der ganze Körper nur noch zuckt. Ihr Name ist Programm. Kasabian heisst auf Persisch «Schlachter». Linda Kasabian war die Frau, die den Fluchtwagen des Massenmörders Charles Manson fuhr. Deshalb änderten sie kurz darauf den Namen von Saracuse auf Kasabian um. Ihre Musik ist so energiegeladen, dass kein Aufputschmittel es mit ihnen aufnehmen kann. Seit Jahren liefern Kasabian Tracks für FIFA-Fussballgames und auch für unzählige Soundtracks. Zum Beispiel für den Kinofilm «Goal», «The Guardian» oder «Lara Croft».
White Lies Falls es an ihrem Auftritt regnen sollte, dann erstaunt das nicht weiter. Düster und melancholisch, wie das Wetter in der Schweiz, präsentiert sich ihr Sound. Der Bass bohrt sich in die Brust, der Synthesizer stösst elektrische Impulse ins Hirn und die Stimme des Sängers zieht wie eine dunkle Wolke über einen hinweg. Etwas ungewöhnlich ist, dass nicht der Sänger die Songs textet, sondern der Bassist. The White Lies sind noch nicht lange im Musikgeschäft. Ihr erstes Album «To Lose My Life» erschien Mitte Januar. Die BBC entdeckte die drei Jungs aus London und nahm sie ins Programm auf. Schön, dass es noch Radios gibt, die neue Musik entdecken.
The Rambling Wheels Sie sind die Neuentdeckung der Schweiz und beweisen auch noch Humor: Mr. Jonfox, Dr. Wheels und Fuzzy O’Born nennen sich die drei gestylten Musiker aus Neuenburg. Ihre Musik macht gute Laune und erinnert stark an Franz Ferdinand oder The Clash. Über sie heisst es, sie hätten die Power von vier Atomkraftwerken. Die Schweiz hat zwar fünf solcher Anlagen, doch so lange kein radioaktives Material bei ihnen austritt, besteht wohl keine Gefahr für das Publikum. Radioaktiv können The Rambling Wheels jedoch schon bald werden, wenn ihr im Oktober erscheinendes Debüt-Album «Furry Tales» so gut klingt wie ihre erste Single «Wild».
Billy Talent Die Bären aus Kanada sind wieder los, jedoch nicht zum Abschuss bereit. Billy Talent hatten anfangs Mühe, ihren eigenen Stil zu finden. Jetzt, wo sie ihn gefunden haben, nehmen sie auch keine Rücksicht auf irgendwelche Erwartungen der Fans oder Kritiker, die sie als Mainstream-Poprock bezeichnen. Sie seien eine Rock’n’Roll-Band mit Vorliebe für Punkrock sagen sie über sich selbst. Wer nicht von ihnen lassen kann, hat die Möglichkeit, hautnah dabei zu sein, wenn die Jungs auf Tour gehen. Bei Twitter gibt es Fotos, Interviews und Videos. Das ist zwar nichts im Vergleich zu ihrem Liveauftritt, aber immerhin ein Warm-up auf ihr anstehendes Konzert in der Schweiz.
Kapazität 90 000 an drei Tagen lautet die stolze St. Galler Bilanz.
Zeltplatz Geländeöffnung (Festivalareal inkl. Zeltplatz): Freitag, 26. Juni 2009, 09.00 Uhr. Durchgehend geöffnet bis Sonntag, 22.00. Wie immer ist es kostenlos.
Besonderes Bei gutem Wetter ist ein abkühlendes Bad in der Sitter sehr erfrischend. Kleiner Tipp: Je weiter flussaufwärts, desto schöner.
Anreise mit dem Zug Das OpenAir St. Gallen bietet Dir auch 2009 in Zusammenarbeit mit den SBB/RailAway ein Spezialangebot für die Anreise per Bahn. Du erhältst beim gleichzeitigen Kauf Deines Open-Air Tickets und dem Bahnbillett folgende Ermässigung: 5% Ermässigung auf das Open-Air Ticket und 20% Ermässigung auf das Bahnbillet. Ab Bahnhof St.Gallen verkehrt während der gesamten Festivaldauer (24 Stunden) ein Bus-Service. Haltestelle direkt vor dem Haupteingang.
Anreise mit dem Auto Der offizielle Festivalparkplatz "Breitfeld" befindet sich unmittelbar an der Autobahnausfahrt St. Gallen-Winkeln. Bitte Beschilderung "Festival P" beachten.
Übernachtungsmöglichkeiten Statt Camping, Zeltplatz oder Sleeping Zone lieber gratis Unterbringung bei neuen Freunden? Schau auf die Website von unserem Partner belodged.com!